Geschichte

Erster Firmensitz in Ehrenberg. Kurz nach dem Krieg
Erster Firmensitz in Ehrenberg. Kurz nach dem Krieg
1947: Erwin Etzold beim Schmieden
1947: Erwin Etzold beim Schmieden
Erwin Etzold mit seinem Sohn Wolfgang vor der alten Werkstatt. Ca. 1947
Erwin Etzold mit seinem Sohn Wolfgang vor der alten Werkstatt. Ca. 1947
Erwin Etzold mit neuem Federhammer. Ca. 1948
Erwin Etzold mit neuem Federhammer. Ca. 1948
1949: Bau einer neuen Werkstatt in Ehrenberg. Caronline Etzold mit ihrem Sohn Wolfgang
1949: Bau einer neuen Werkstatt in Ehrenberg. Caronline Etzold mit ihrem Sohn Wolfgang
Erwin Etzold vor seiner Schmiede in den 60er-Jahren
Erwin Etzold vor seiner Schmiede in den 60er-Jahren
1975: Erwin Etzold beim Hufeisenschmieden in seiner Werkstatt
1975: Erwin Etzold beim Hufeisenschmieden in seiner Werkstatt
Zweite Werkstatt von 1958 in Ehrenberg. Hier anno 1975
Zweite Werkstatt von 1958 in Ehrenberg. Hier anno 1975
1995: Dritte Werkstatt vor Bürogebäude in Ehrenberg
1995: Dritte Werkstatt vor Bürogebäude in Ehrenberg
60-Jahr-Feier Etzold GmbH
60-Jahr-Feier Etzold GmbH
Wolfgang und Torsten Etzold in der Werkhalle
Wolfgang und Torsten Etzold in der Werkhalle

Vom Hufschmied zum modernen Blechverarbeiter

1945: Gründung

Erwin Etzold macht sich unmittelbar nach dem Krieg als Schmiedemeister selbständig. Tätigkeiten: 

  • Schmiedearbeiten (insbesondere Hufbeschlag), 
  • Fertigung landwirtschaftlicher Geräte, 
  • Siruppressen. 

Als Hufschmied gewinnt Erwin Etzold bei mehreren Leistungsschauen Erste Preise. Mit seinem handwerklichen Geschick und seinem Gefühl für Pferde macht er sich schnell einen Namen. Sogar Tierärzte ziehen ihn zur Rate.

1979: Zweite Generation

Wolfgang Etzold übernimmt die Firma von seinem Vater. Nach der Lehre im heimatlichen Betrieb ist er als Ingenieur für Maschinenbau im Technikstab eines landwirtschaftlichen Betriebs tätig.

Tätigkeiten: Anhängerbau, Dächer für Landmaschinen, seit 1984 Zulieferer für Rollstühle

1990: Rechtsformwechsel in GmbH

Nach dem großen politischen und wirtschaftlichen Umbruch in der ehemaligen DDR ist ein Wechsel der Rechtsform sinnvoll. Die neue Zeit stellt die ETZOLD GmbH vor große Herausforderungen, bietet aber auch mindestens ebenso große Chancen.

1990: Zulieferer im Rollstuhlbau

Nach dem Systemwechsel sieht die ETZOLD GmbH vor allem im Bereich Rehatechnik Entwicklungsmöglichkeiten. Als Zulieferer kann sie bereits in den 80er-Jahren Erfahrungen in diesem Bereich sammeln. Als Partner gewinnt die ETZOLD GmbH unter anderem die im Rehabereich sehr renommierte Firma Sopur, für die die ETZOLD GmbH einen Teil der Serienproduktion für Aluminiumrollstühle übernimmt. Außerdem übernimmt die ETZOLD GmbH für Sopur fortan auch den Vertrieb der Produkte in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt.

1992: Umzug 

Die ETZOLD GmbH platzt aus allen Nähten. Ein Umzug für die inzwischen 15 Mitarbeiter wird notwendig. Nur 400 Meter vom bisherigen Firmensitz wird ein geeignetes Grundstück für eine neue Werkhalle gefunden.

1992: Metallbau

Die Bauwirtschaft in den neuen Bundesländern boomt. Neben dem Bereich Rehabilitationstechnik baut die ETZOLD GmbH seinen Metallbaubereich aus. Rasch erwirbt sich die ETZOLD GmbH als Metallbauer einen guten Ruf, insbesondere im Raum Leipzig und Dresden.

1998: Konzentration auf Eigenheime

Der Markt für Immobilien verliert an Dynamik. Geplante Bauvorhaben werden zwar noch fertiggestellt, ein Ende des Baubooms ist indes in Sicht. Da auch der Markt für Rehatechnik weiter rückläufig ist, konzentriert sich die ETZOLD GmbH stärker auf Eigenheimbesitzer. Trotz weiterhin eher trüben wirtschaftlichen Aussichten in den Neuen Bundesländern ist es eine gute Zeit für Kunstschmiedearbeiten. 

2002: Nachfolger kündigt sich an

Die nächste Generation steht in den Startlöchern: Torsten Etzold schließt die Meisterprüfung zum Metallbauer im Juni 2002 erfolgreich ab und übernimmt die Leitung der Produktion.

2003: Fahrzeug-Gerippebau

Die ETZOLD GmbH wird neuer Lieferant von Neoplan und fertigt seriell Komponenten für Busse. Auch im Bereich für LKW-Aufbauten kann sich die ETZOLD GmbH als Zulieferer für die Firma Jünger, die unter anderem für Mercedes und MAN arbeitet, etablieren.

2004: Umzug

Aufgrund der steigenden Nachfrage sowohl für LKW-Aufbauten als auch für Busteile sucht die ETZOLD GmbH nach einer größeren Werkhalle und wird im zehn Kilometer entfernten Schmölln fündig. Der neue Standort überzeugt durch die Nähe zur Autobahn A4 und der Anbindung ans Industriegebiet. Die Produktionsfläche von rund 700 Quadratmetern erlaubt eine Steigerung der Kapazität. Zusätzliche Erweiterungsmöglichkeiten sind vorhanden.

2004: Ausbau Buskomponenten

Ab Juni 2004 übernimmt die ETZOLD GmbH die Fertigung der Busgerippe als Ganzes und produziert nun für Neoplan sowohl Seitenwände als auch Dächer.

2006–2007: Lagerbau und Anschaffung Laserschneidmaschine 

Um flexibler auf Kundenwünsche reagieren zu können, baut die ETZOLD GmbH ein neues Lager für Stangenmaterial sowie ein neues Blechlagerregal. Mit der Anschaffung einer CNC-Laserschneidmaschine wandelt sich ETZOLD weiter zu einem modernen Dienstleister in der Blechverarbeitung.

2012: Neubau Werkhalle und Übergabe an die dritte Generation

Die ETZOLD GmbH verdoppelt mit einem Neubau die Produktionsfläche. Ab Mai 2012 übernimmt Torsten Etzold die Geschäftsführung. Wolfgang Etzold und seine Frau Eva Etzold gehen in den wohlverdienten Ruhestand, bleiben dem Unternehmen aber in beratender Funktion erhalten.